Oxana – die Open Baffle
Oxana – die Open Baffle

Oxana – die Open Baffle

Open Baffle Oxana
Oxana im Cologne Listening Center

Ein Brett, ein paar Lautsprecher-Chassis, das hört sich zunächst ganz einfach an……….. Tatsächlich jedoch gehören ausgesuchte Chassis in solch ein Konzept. Den besten Tieftöner zu nehmen, den man finden kann, ist bei einer „Open Baffle“ Konstruktion sicher falsch. Den am besten geeigneten zu finden ist die Kunst.

In der Oxana stecken gleich zwei solche 20 cm „Spezialisten“, um den Wirkungsgrad des Mittel-Hochtöners zu erreichen und genügend Fundament für die allermeiste Musik zu haben. Der magnetostatische Mittel-Hochtöner sorgt ab 500 Hz mit beeindruckend niedriger Membranmasse und großer Membranfläche für außergewöhnliche Leichtigkeit im gesamten, ihm zugedachten Übertragungsbereich.

Oxana im Cologne Listening Center

Richtig aufgestellt flutet die Oxana den Raum mit Musik und verliert bis zu Nachbar-unfreundlichen Pegeln nie den Überblick über das Geschehen. In ihrem Element ist sie bei akustischer und elektronischer Musik.

Anspieltipps:


Technik:

Tief-Grundton: 2 x 20 cm, Papier, beschichtet
Mittel-Hochton: 1 x Magnetostat, ab 500 Hz
Übertragungsbereich: 40 Hz bis 15 kHz
Belastbarkeit: 120 Watt
Maße in cm: 110 x 36 x 21 (H x B x T)
Hersteller: MindAudio (Icy-Medien GmbH)

Oxana im CLC


Messungen:

3 Kommentare

  1. Ralf aka baumawas

    Hörtermin 2022-05 clc

    Weiland 2019 konnte ich bei Mindaudio eine Open Baffle Konstruktion mit TangBand W8-1808 Breitbänder gekoppelt mit zwei 15Zoll Basstreibern auf einer offenen 50er Schallwand hören.
    Saß man im Sweetspot wurde man durch ein direktes, offenes Klangbild belohnt. Die Ortung und Livehaftigkeit rastete förmlich ein, wenn man optimal saß .
    Etwas links oder rechts war es dann leider nicht mehr so optimal, wenn auch immer noch gut anzuhören. Trotz 8“ Breitbändern habe ich im Hochton nichts vermisst und die Darstellung des Klanggeschehens des wichtigen Mitteltonbereichs aus einem Chassis heraus macht süchtig.

    Die hier gehörte Oxana bedient sich des ähnlichen Prinzips, ein breites Brett (im Verhältnis zum Durchmesser bzw. der Ausdehnungen der Treiber).
    Hier kommt allerdings der Mittel-Hochton nicht vollständig aus einem Chassis, naja, fast — da die Trennfrequenz bei 500Hz liegt.
    Meine Erwartung an die kompakte Oxana war im Vorfeld recht bescheiden. Konnten die beiden relativ kleinen Tieftontreiber (die Bezeichnung Basstreiber wollte mir nicht so recht über die Lippen kommen…) auf einer offenen Schallwand einen nachhaltigen Grundton erzeugen?
    Würde es dem Bändchen gelingen so tief herunter zu spielen und dann auch noch die Ankopplung an den Grundtonbereich? Konnte sowas möglich sein.

    Da ich die Kunstfertigkeit der Abstimmung von passiven und aktiven Systemen bei Mindaudio schon des Öfteren bewundern durfte, hatte ich zwar Zweifel, war mir andererseits fast sicher, das wird schon klingen!

    Der neue Hörraum lädt zum entspannten Musikhören ein, man fühlt sich wie in einem klangoptimiertem Wohnzimmer.
    Optisch machen die beiden Bretter schon was her. Das Bändchen ist bündig eingefräst, ebenso die beiden Tiefmitteltöner. Die weiß melamin-beschichtet Multiplexplate gibt den dunklen Chassis genügend Kontrast sich zu entfalten und lässt sich in dieser Ausführung in viele moderneren Wohnumgebungen integrieren.
    Das muss ich unbedingt mal bei mir zu Hause ausprobieren.
    Zierlich kann man die Oxana gerade nicht nennen, mit 36cm Breite und 110cm Höhe stellt ihr Formfaktor ein gewichtiges Erscheinungsbild dar. Verstecken kann man diesen Lautsprecher schwerlich, aber das ist ja auch nicht die Philosophie einer Open-Baffel Konstruktion. Diese will man ja hören und sehen. Die Knapp 21cm Tiefe sind dafür wieder auch für kleinere Wohnräume geeignet. Eine wandnahe Aufstellung könnte dabei dem Dipolcharakter der Oxana zugute kommen oder aber auch der Bassentfaltung störend entgegenwirken. Im CLC standen die Oxanas jedenfalls nicht direkt an der Wand.

    Nachdem im ersten Hördurchgang die Dutch&Dutch DD8c ihr Debut geben durften, baute Theo Winterscheid schnell und routiniert auf die Oxana um.
    Die passive Oxana lief an einem MiniDSP SHD Power, im Wechsel mit und ohne Dirac— Optimierung. Musik kam vom PC via Tidal Streaming.
    Mindaudio nutzt hier zum Beginn einer Hörsession Playlisten, die die Stärken der jeweiligen Konstruktion unterstreichen. Mit zunehmender Hördauer kommen dann meist verstärkt die Wunschtitel der Teilnehmer zum Einsatz.

    Zum Klang

    Die Oxana überhaupt nicht ggü. der oben erwähnten OpenBaffle, mit 8“ Fullrange in Kombi mit zwei 15“ Bässen zu verstecken.
    Erstmal für mich verblüffend, wie viel Bass bzw. Tieftöner die beiden 20er machen. Dazu der bruchlose Übergang in der Mittel-Hochton. Das hätte ich so nach Ansehen der Konstruktion nicht erwartet. Oft fällt mir bei Zweiweg-Konstruktionen (ggü. Dreiwegern) auf, dass mir da was fehlt. Manchmal klingt der Mittelton nicht offen, leicht genug oder der Hochton etwas gepresst bei gehobenem Pegel. Meist fehlt es im Tiefton oder sogar Grundton.
    Nicht so bei der Oxana: vom Grundton bis zum Hochton spielt sie sauber durch.
    Ohne nervige Höhen, ohne wummernde Bässe.
    Ja, sie kann die letzte Oktave nach unten nicht darstellen. Dies stört aber wirklich nur im Vergleich — da konnte die Dutch&Dutch deutlich mehr.
    Die Oxana ist ein freundlicher Lautsprecher und lädt zum dauerhaft entspannten Musikgenuss ein. Es ist eine wirkliche Freude ihr zu zuhören.
    Mit Unterstützung von Dirac gewinnt das Klangbild nochmals an Durchhörbarkeit und Tiefe.
    Im Grundtonbereich und Bass legte die von Mindaudio gewählte Dirac-Abstimmung noch eine Schüppe drauf, ohne gleich bassreflexartig zu übertreiben.
    Auch die Lokalisationschärfe der Instrumente und Stimmen schien mir zugenommen zu haben. Allerdings ist der Unterschied zur passiven Oxana — ohne Dirac — denkbar klein.
    Das sprich für die gelungene Abstimmung des Lautsprechers.

    Ich hoffe jedenfalls, die Oxana mal in meinem weniger optimierten Wohnumfeld hören zu können.

  2. Werdero

    Für den Selbstbauer geht hier die Sonne auf. Sauberer, holographischer Klang, genügend Tiefgang, mehr Lautsprecher benötigt man meistens eigentlich nicht.

    Ein Ähnliches, aber nicht so gutes Selbst-Bau-Produkt war vor vielen Jahren der Ausgangspunkt eigener Bemühungen, die bis heute anhalten.

    Dies ist ein Lautsprecher, keine Box!!

    Alles Gute Werdero

  3. FlorianK

    Ein toller Lautsprecher aus vieler Sicht. Optisch eine schlanke moderne Erscheinung – wertiges Aussehen – obwohl es ja eigentlich nur 3 Bretter sind. Die Oxana passt in so ziemlich jeder Wohnzimmer Design. Vom Klang unglaublich interessant. Sie füllt einen ganzen Raum mit Tönen. Toller luftiger Bass (den man den zwei relativ kleinen Chassis gar nicht zutraut) und eine wie ich finde sehr ansprechende Stimmwiedergabe. Interessant ist auch – durch die Konstruktion bedingt – das man unglaublich viel Experimentieren kann. Sie strahlt ja auch nach hinten ab – was man sich auch sehr gut für eine Raum, – oder auch Geschmackanpassung zu Nutze machen kann. Toller Lautsprecher der einfach wirklich Spaß macht.

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